1999/2000: 1999/2000 ging man mit fast derselben Truppe in die 2. Liga. Personell verstärkte man sich bloß mit Gabler Ronald, im Gegenzug hörte jedoch G. Maier auf und Kovacs wurde wieder abgegeben. Auch einige junge Reservespieler drängten in die Kampfmannschaft.
Die junge Mannschaft begann die Meisterschaft sehr stark: 4 Siege und 1 Unentschieden. Nach einem 4:0-Derbyerfolg bei Jabing führte man nach 5 Runden sensationell das Feld an. Die Tabellenführung behielt man schließlich bis zur 9. Runde. Danach ging Rotenturm etwas die Luft aus, doch am Ende der Herbstsaison war man - weit über den Erwartungen - Vierter.
Am Spielersektor wurde in der Winterpause der Legionär Szabo, der nach einem schweren Autounfall leider seine Torjägerqualitäten nicht mehr fand, durch Tamasz Csak ersetzt. In den ersten Spielen der Rückrunde konnte man wenig überzeugen, es fehlte Konstanz. Am Ende der Meisterschaft zeigte die Mannschaft dann ihr wahres Gesicht: Tore am Fließband und Traumfußball brachten am Ende noch den sehr guten 4. Rang, die zweitbeste Saisonplacierung in der Vereinsgeschichte.
Mit einem Elfertor in der Schlussminute beim 4:0 in Markt Allhau verabschiedete sich auch der langjährige Kapitän Jürgen Saurer vom aktiven Fußballsport. Der Kader jener erfolgreichen Mannschaft bestand aus Josef Bernath; Josef Meszaros, Hannes Tomisser, Reinhard Farkas, Roman Takacs; Markus Panzenböck, Ronald Gabler, Dietmar Steurer, Jürgen Saurer, Andreas Behal, Gerald Kantauer, Marco Halvax; Tamasz Csak, Martin Behal und Franz Drobits.
1996/97: Für die 2. Liga Süd wurden in der Sommerpause einige Verstärkungen geholt: Man verpflichtete Reinhard Kedl und Johann Bogad. Trotzdem ging die Premiere in die Hose: 0:4 gegen Jabing. Die Rotenturmer hatten große Anpassungsschwierigkeiten und merkten sehr rasch den rauheren Wind, der in der höheren Spielklasse wehte. Nach 7 Runden stand man mit mageren 3 Punkten da, der erste Saisonsieg gelang erst in Runde 8.
Nach einem kurzen Zwischenhoch mit einem Sieg über Eberau (zu Hause 3:0) und einem 7:1-Schützenfest in Jennersdorf lief es auch Ende der Herbstsaison schlecht. Die Rotenturmer schlossen die Hinrunde am drittvorletzten (und damit 14.) Platz ab.
Um den drohenden Abstieg zu verhindern, wurde auch in der Winterpause kräftig investiert und Dietmar Steurer verpflichtet. Obwohl das Spiel der Rotenturmer nun optisch besser wurde und man mithalten konnte, scheiterte man meistens an der fehlenden Effizienz vor dem Tor und schlitterte so in (zum Teil) hohe Niederlagen. Schließlich stand einem das Wasser schon bis zum Hals, aber man legte ein starkes Finish hin. Im letzten Spiel konnte man dann den direkten Konkurrenten Stuben 6:2 besiegen und fixierte damit im allerletzten Spiel den Klassenerhalt und die 14. Position in der 2. Liga.
Nach der Saison verabschiedete sich auch der Meistermacher und Spielertrainer Kulovits.
1997/98: Im Sommer bewies man dann abermals ein unglückliches Händchen, was Verstärkungen für die neue Saison betraf: Der Ungar Tancsics, der anstelle des langjährigen Liberos Vörös geholt wurde, konnte diesem nie das Wasser reichen. Der neue Stürmer Schitter kam über Kurzeinsätze nicht hinweg, zudem verletzte er sich im 3. Match schwer und kam so nicht einmal auf volle 90. Meisterschaftsminuten für Rotenturm.
Als Trainer agierte Adi Resner, der, nachdem die Elf nach 9 Spielen am Tabellenende mit mageren 5 Punkten dastand, entnervt das Handtuch warf. Unter dem interimistischen Trainerduo Fassl-Saurer zeichnete sich dann aber glücklicherweise eine Trendumkehr ab: Aus den ausstehende 4 Spielen wurden 7 Punkte geholt und man überwinterte - zwar immer noch stark abstiegsgefährdet - am 11. Platz.
In der Winterpause übernahm dann Josef Radostics die Traineragenden. Mit ihm kam Stürmertalent Kovacs. Zwar wechselten auch unter ihm Licht und Schatten, doch schon bald konnte man sich etwas Luft im Abstiegskampf verschaffen. Letztlich schlich sich aber der Schlendrian ein und es wurde noch einmal knapp. Wieder musste man bis zur letzten Runde zittern, ehe man den Klassenerhalt mit einer 12. Position sicherte.
1998/99: Nach der Saison beendeten Koger, H. Temel und Raubold ihre Karrieren und der Vorstand versuchte sie durch junge Eigenbauspieler anstelle von Neueinkäufen zu ersetzen. So tauschte man lediglich den Ungarnlegionär Tancics gegen Josef Meszaros. Erklärtes Ziel war die Integration der Youngsters und der Klassenerhalt. Zwar fehlte der Mannschaft noch die Routine, aber sie präsentierte sich (für viele überraschend) bedeutend stärker als im Vorjahr. Die Herbstsaison beendet man auf dem guten 7. Platz. Im Winter verließ dann auch noch Kedl das Team. Einige befürchteten bereits Schlimmes, doch Rotenturm behielt einen guten Platz im Mittelfeld. Am Ende der Saison stand das Team sogar auf dem hervorragenden 6. Tabellenplatz, ein guter Erfolg für eine junge Truppe, die fast nur aus Einheimischen bestand.

- Die Meistermannschaft
1995/96: Auch in der nächsten Saison blieb die Mannschaft im wesentlichen gleich, lediglich Günther Schardl kam nach dem Herbstdurchgang an Stelle von Steier. Man startete mit mäßigen Resultaten in die Meisterschaft, kam dann aber immer besser in Schwung: Aus den letzten fünf Runden holte man das Punktemaximum, in der 11. Runde eroberte man erstmals die Tabellenführung und konnte als Herbstmeister überwintern. Robert Steier machte damals das entscheidende 1:0 gegen Hochart, was den Herbstmeistertitel bedeutete.
In der Rückrunde fiel man kurzzeitig sogar auf den dritten Platz zurück, doch im Großen und Ganzen entwickelte sich ein Zweikampf um den Titel zwischen Rotenturm und Großpetersdorf. Am Ende kam schließlich auch noch Wiesfleck dazu und die Ausgangsposition vor der letzten, alles entscheiden Runde hätte spannender kaum sein können:
Großpetersdorf hatte zwei Punkte Vorsprung auf Rotenturm, das damit auf Schützenhilfe angewiesen war. Glücklicherweise musste der Tabellenführer bei Wiesfleck antreten, das seinerseits noch eine (Mini)-Titelchance hatte. Rotenturm fegte im letzten Spiel über Hochart hinweg (6:1), doch ohne Wiesflecker Sieg wäre alles umsonst gewesen. Minuten vor dem Schlusspfiff brandete dann lautstarker Jubel auf den Rängen auf: Die Fans hatten per Handy vom Führungstor Wiesflecks wenige Minuten vor dem Ende erfahren. Ein Akkuausfall bescherte Spielern und Zusehern dann noch bange Minuten des Wartens. Als schließlich der erlösende Telephonanruf kam, brachen alle Dämme: Rotenturm war Meister der 1. Klasse A Süd!
Trainer Kulovits folgte bei den Feierlichkeiten einer kleinen Tradition: Anstelle auf einer Kuh ritt er jedoch auf einem Pferd eine Ehrenrunde. Der Spielerkader der Meistermannschaft 95/96 setzte sich aus folgenden Spielern zusammen: Manfred Koger, Josef Bernath; Imre Vörös, Gerhard Drobits, Gerald Maier, Hannes Tomisser, Kunibert Raubold; Jürgen Saurer, Andreas Behal, Günther Schardl, Martin Behal, Markus Panzenböck; Harald Temel, Zsolt Szabo, Felix Kulovits, Bernd Loranth.
1994/95: 1994/95 kam Felix Kulovits als Coach, und schon bald avancierte er zum Spielertrainer und - neben Robert Steier - zum Freistoßschreck für die gegnerischen Torhüter. Ebenso wurde Kunibert Raubold verpflichtet, die Mannschaft der Vorsaison blieb erhalten. Mit guten Leistungen setzte man sich im oberen Tabellendrittel fest, doch am Ende der Herbstmeisterschaft ging den Rotenturmern, auch verletzungbedingt, ein wenig die Luft aus. Man überwinterte am 7. Platz und war punktemäßig sogar näher bei den Abstiegsplätzen als ganz vorne.
Man erfing sich jedoch glücklicherweise im Frühjahr, obwohl es letztlich dennoch nur zum 6. Rang reichte. Erwähnenswert sind auch zwei Resultate aus dieser Zeit: Mit einem 6:1-Sieg gelang der erste volle Erfolg gegen Angstgegner Goberling nach fast 15 Jahren; im Match darauf hingegen schoss Unterwart die Rotenturmer mit 8:1 von der eigenen Anlage.
1991/92: Aufbauend auf diese starken Leistungen und aufgrund der Tatsache, daß die komplette Mannschaft gehalten werden konnte, startete man wieder als Titelanwärter in die nächste Saison. Und diesmal wurden die Rotenturmer ihrer Favoritenrolle gerecht. Es war nur eine Niederlage (beim Wiedersehen mit Reiffbeck und Co.) zu verzeichnen, Rotenturm schaffte den Herbstmeistertitel. Doch die Frühjahrssaison begann mit einem Schock: 2:0 Derby-Niederlage gegen Jabing, von Hochart mit 7:1 vom Platz geschossen. Danach steigerte man sich aber wieder und eroberte die Tabellenführung zurück. 4 Runden vor Schluß hatte man beruhigende 4 Punkte Vorsprung. Doch es sollte nicht sein: Der Vorsprung wurde noch leichtfertig verjuxt, man wurde lediglich Zweiter, zwei Punkte hinter Meister Goberling.
1992/93: In dieser Saison kam Erfolgscoach Preininger wieder nach Rotenturm zurück, ebenso Tikovits und das Supertalent Halper (vom BNZ). Doch entgegen den hohen Erwartungen bewegte sich Rotenturm im Wellental: Einem Bilderbuchstart (6:1 gegen Markt Neuhodis) folgte beispielsweise eine 0:6-Schlappe bei Großpetersdorf. Auch verlor man erstmals seit 6 Jahren wieder ein Derby gegen Lokalrivalen Unterwart um danach Stuben mit einer 8:1-Abfuhr nach Hause zu schicken.
Am Ende der Herbstsaison stand schließlich ein mehr als enttäuschender 9. Platz. Da man im letzten Meisterschaftsdrittel zu gewohnter Stärke zurückfand, konnte man am Ende schließlich den 3. Rang verbuchen, jedoch mit 9 Punkten Rückstand auf den Meister aus Wolfau.
1993/94: In der Sommerpause angelte man sich Robert Steier als klare Verstärkung. Weiters tauschte man den Legionär Kocsics gegen Farkas, was sich als unklug herausstellte. Beim einzigen Saisontor des als Goalgetter geholten Stürmers läuteten in Bad Tatzmannsdorf sogar die Kirchenglocken. Die Saison begann mit einer Derbyniederlage gegen Jabing (0:4), bis zur letzten Runde sollte jedoch keine mehr folgen (0:4 gegen Großpetersdorf).
Aufgrund der vielen Unentschieden reichte es dennoch nur zum 4. Platz. Im Winter absolvierte man ein Trainingslager in Jesolo und schickte Farkas heim nach Ungarn, an seiner statt kam Legionär Zsolt Szabo. Auch in der Rückrunde spielte man stark, man verlor bloß einmal. Aber letztlich standen 11 Siegen 12 Unentschieden gegenüber, was nur zum 4. Platz reichte.
1990/91: In der Saison 1990/91 kehrte Walter Kratzer als Spielertrainer nach Rotenturm zurück, Reiffbeck, Garber und Ringhofer verließen den Verein, um beim neu gegründeten Verein Hochart ihr Glück zu versuchen. Trotz dieser offensichtlichen Schwächung begann die Meisterschaft zunächst vielversprechend, und man startete als Titelaspirant. Doch schon bald zeigten die Resultate, daß die Saisonziele zu hoch gesteckt waren. Nach fünf sieglosen Runden war man plötzlich Vorletzter, nach einem 3:7 in Grafenschachen überwinterte man sogar am Tabellenende.
Um den drohenden Abstieg zu verhindern, wurde im Winter nun noch einmal kräftig investiert. Mit Imre Vörös und Thomas Kocsics kamen die ersten Ungarn-Legionäre nach Rotenturm. Mit den beiden konnte sich unser Team gewaltig steigern, und man startete eine tolle Aufholjagd im Frühjahr. Die Presse bezeichnete Rotenturm des öfteren als "Team der Stunde". In der Rückrunde musste man nur mehr drei Niederlagen hinnehmen - zwei davon in den letzten drei Runden - und schaffte so noch den 5. Platz im Endklassement.


